Erich Zweschper für die Deutsche Amateur-Schachmeisterschaft qualifiziert
In einer Serie von 6 Turnieren (Bad Soden/Ts, Magdeburg, Aalen, Hamburg, Köln-Brühl und Kassel)können sich die Amateurschachspieler (Spieler bis zu einer Wertungszahl von 2300 ELO- oder DWZ-Punkten) für die Endrunde in Halle/Saale qualifizieren. Die Turniere werden in 6, nach Spielstärke aufgeteilten, Klassen ausgetragen. Von Freitag bis Sonntag kämpften in Bad Soden 321 Spielerinnen und Spieler, darunter auch 4 Kelsterbacher, um einen der begehrten Qualifikationsplätze. Nur die ersten 6 jeder Gruppe sind für die Endrunde Teilnahmeberechtigt.
In der B-Klasse (Wertungszahl 1900-2099) waren Erich Zweschper (2039) und Peter Köstler (1906) am Start.
Erich begann furios mit 2 Siegen. Danach ließ er ein Remis folgen. In Runde 4 hatte er das Glück des Tüchtigen. In einer schwierigen Stellung mit 2 Minusbauern konnte er durch eine Kombination eine Figur und die Partie gewinnen. Es folgte ein Großmeisterremis in der Schlussrunde. Insgesamt also 4 Punkte aus 5 Partien und Platz 3 in der Endabrechnung. Glückwunsch zu einem tollen Turnier.
Aufgrund seiner Wertungszahl stand Peter Köstler auf dem vorletzten Platz der Ratingliste. 3 Niederlagen aus den ersten 3 Partien schienen dies auch zu bestätigen. Aber in Runde 4 die Wende. Mit einem überraschenden Springerzug eroberte er die gegnerische Dame und erzielte seinen ersten Punkt. Dieser Erfolg motivierte ihn so, dass er auch in der Schlussrunde in einer gut angelegten Partie die Oberhand behielt. 2 Punkte aus 5 Spielen waren durchaus angemessen.
In der D-Gruppe (Wertungszahl 1500-1700)traten Matthias Preiß (1635) und David Goodwin (1551) an. Wie Erich begann auch Matthias mit 2 Siegen. In Runde 3 musste er dann gegen die spätere Turniersiegerin Hannah Möller antreten und verlor. Ein Sieg in Runde 4 ließ noch einmal Hoffnungen aufkommen. Aber er hatte Lospech und musste gegen die Nummer 1 der Ratingliste antreten. Matthias stand durchaus gut, aber mit einem Qualitätsopfer konnte sein Gegenspieler die Dame gewinnen. Mit 3 Punkten aus 5 Spielen hielt sich die Enttäuschung in Grenzen.
David Goodwin war, wie Peter, im hinteren Bereich der Ratingliste angesiedelt. Aber das beeindruckte ihn nicht. Zwar verlor er die erste Partie, ließ dann aber 2 Siege folgen. Nach einer Niederlage in Runde 4 folgte ein Remis am letzten Spieltag. 2,5 Punkte aus 5 Partien – David war zufrieden.
Wir wünschen Erich viel Glück für die Endrunde.