{"id":9721,"date":"2025-06-30T15:17:28","date_gmt":"2025-06-30T13:17:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kelsterbacher-schachverein.de\/?p=9721"},"modified":"2025-06-30T15:21:02","modified_gmt":"2025-06-30T13:21:02","slug":"gelungene-premiere-im-chess960-pokal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kelsterbacher-schachverein.de\/?p=9721","title":{"rendered":"Gelungene Premiere im Chess960-Pokal"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>1. Stefan Gr\u00e4tzer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1<\/p>\n\n\n\n<p>2. Alexandros Pavlidis&nbsp; 0,5<\/p>\n\n\n\n<p>3. Christopher Ziegler&nbsp; 1<\/p>\n\n\n\n<p>4. Jun You Gan&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 0,5<\/p>\n\n\n\n<p>Am Freitag spielten wir die erste Partie gegen Hattersheim 2 im Chess960-Pokal des Main-Taunus-Schachkreis. Da es sich um ein neues Format handelt, m\u00f6chte ich etwas weiter hierzu ausholen:<\/p>\n\n\n\n<p>Chess960 \u2013 manche kennen es auch als Fischer Random Chess, Schach960 oder Freestyle Chess &#8211; wurde in den 90er Jahren entwickelt und stellt eine Verallgemeinerung des Schachspiels dar. Idee ist, dass die Figuren auf der Grundreihe zuf\u00e4llig angeordnet werden (per Los vor der Partie). Da die L\u00e4ufer nach wie vor auf einem wei\u00dfen und einem schwarzen Feld stehen sollen und der K\u00f6nig zwischen den T\u00fcrmen wegen der Rochade entstehen 960 m\u00f6gliche Stellungen.&nbsp; Die \u201cnormale\u201d Anfangsstellung, die wir alle kennen und lieben w\u00e4re hierbei auch m\u00f6glich. In der Praxis ergibt sich dadurch, dass man in ungewohnte Stellungen geraten kann, die teilweise auch sehr unklar sind und dass das Auswendiglernen von Zugfolgen in der Er\u00f6ffnung nicht hilfreich ist, sondern mehr Kreativit\u00e4t am Brett gefordert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Chess960 in letzter Zeit deutlich an Popularit\u00e4t gewonnen hat (siehe bspw. Das Grenke Open in Karlsruhe, an dem mehrere Gro\u00dfmeister der Weltspitze ein Turnier im Chess960 gespielt haben), wurde seitens des Main-Taunus-Schachkreis ein Chess960-Pokal eingef\u00fchrt mit 4er Mannschaften im K.O.-System mit einer Vorrunde. In der Vorrunde spielen die Mannschafen in der unteren Ligen, damit die Mannschaftsanzahl in der Hauptrunde aufgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten die Ehre, dieses erstmalig ausgetragene Turnier in Kelsterbach zu er\u00f6ffnen mit dem Vorrundenspiel gegen Hattersheim 2. Das Los ergab die Anfangsstellung Nr. 291. Charakteristisch in der Anfangsstellung war, dass die h-Bauern leichter anzugreifen als zu verteidigen sind, da die Felder h2 und h7 durch keine Figur gedeckt sind und da die Damen auf b1 bzw. b8 durch Vorziehen des c-Bauern zum Angriff auf das Feld \u00fcber die Diagonal einfach und unkompliziert aktiviert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jun und Stefan mit den schwarzen Steinen gaben den Bauern auch sehr zeitnah ab und suchten daf\u00fcr aktives Spiel \u00fcber die halboffene h-Linie.<\/p>\n\n\n\n<p>Christopher kam in der Er\u00f6ffnung in einen leichten Entwicklungsnachteil, da sein Gegner die Figuren m\u00f6glichst schnell entwickelte w\u00e4hrend Christopher daran arbeitete, das Zentrum und wichtige Felder zu besetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alexandros an Brett 2 hatte in der Er\u00f6ffnung und im fr\u00fchen Mittelspiel Probleme. Sein Gegner lancierte einen Angriff mit seinem f-Bauern als Speerspitze, dem mindestens eine Figur zum Opfer fiel. Als sein Gegner innehielt um den gewonnenen Materialvorteil seines Angriffs zu pfl\u00fccken, konnte Alexandros (trotz der aktuellen Wetterverh\u00e4ltnisse) eiskalt einen Gegenangriff mit einem Schachgebot einleiten. Nachdem Alexandros eine Zugwiederholung erzwingen konnte, einigte er sich auf Remis. Sp\u00e4ter am Analysebrett stellten wir fest, dass die Stellung wahrscheinlich gewonnen w\u00e4re, da Alexandros am Ende der Abwicklung in einem Damenendspiel mehrere Mehrbauern hatte und sein Gegner einen nicht-entwickelten Mehrl\u00e4ufer, der die Bauern kaum aufhalten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>An den Brettern von Jun und Stefan zeigte sich gl\u00fccklicherweise, dass die verlorene h-Bauer nicht so stark ins Gewicht fielen wie das dadurch entstehende Gegenspiel, zumal beide Gegner weder nach langer noch nach kurzer Rochade eine gute K\u00f6nigstellung erreichen konnten, wegen der halboffenen h-Linie und dem vorger\u00fcckten c-Bauer. An Stefans Brett entwickelte sich ein Damenendspiel zu seinem Vorteil. Ein Remis Angebot lehnte sein Gegner ab, da seine Hoffnung die M\u00f6glichkeiten der Stellung \u00fcberstieg. Stefan konnte einen Bauern verwandeln und mit 2 gegen eine Dame versuchte sein Gegner vergeblich noch ein Dauerschach und gab danach auf.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen zahlte sich an Brett 3 Christophers Strategie, das Zentrum zu besetzen aus. Nachdem er drohte, die ungl\u00fccklich positionierten Springer des Gegners mit seinem Bauern zu gabeln, gewann er einen Mehrbauern, der auf der 7. Reihe stand. Nachdem sein Gegner ein paar Fallen stellte, auf die Christopher nicht reinfiel konnte er mit einer Verwandlung des Bauers entscheidendes Material gewinnen, sodass sein Gegner aufgab. Nachdem das Spiel entschieden war, einigten sich Jun und sein Gegner auf Remis. In der Endstellung hatte Jun einen Minusbauern, aber daf\u00fcr Druck auf den gegnerischen K\u00f6nig<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Stefan Gr\u00e4tzer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1 2. Alexandros Pavlidis&nbsp; 0,5 3. Christopher Ziegler&nbsp; 1 4. Jun You Gan&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 0,5 Am Freitag spielten wir die erste Partie gegen Hattersheim 2 im Chess960-Pokal des Main-Taunus-Schachkreis. 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